Teneriffa, die schönsten Wanderungen

Wenn der Winter zu lange wird bietet der Norden Teneriffas ein reiches Wanderrevier. Eine kurze Zusammenfassung unserer Schönsten Wanderungen auf Teneriffa. Quartier war immer in Puerto de la Cruz, mit einem kleinen Leihwagen waren wir mobil. Wenn das Wetter auf Meereshöhe zweifelhaft ist lohnt es sich fast immer hinaufzufahren in die Canadas, dort lässt man meist die Wolken und Nebel hinter sich.
Von Buenavista  nach Teno Alto und über den Baracan Steig nach Masca !

Wunderschön aber einigermaßen anspruchsvoll der Aufstieg über den Risco-Steig von Buena Vista nach Teno-Alto. (ca 650 Höhenmeter), weiter führt ein Höhenweg über atemberaubende Küstenlandschaften zum Tabaibapass und von dort hinab nach Masca. Wer diese Streckenwanderung ganz gehen will muß sich vorher über geeignete Busverbindungen informieren.  ca. 4,5 Std. einfache Strecke! Man kann die Strecke aber auch in Teno Alto halbieren und den Weg jeweils hin und zurück gehen. Das empfiehlt sich bei Benutzung eines Leihwagens und wenn man unabhängig von Busfahrplänen sein will. 

ca 4,5 – 5 Std. Gehzeit ohne Pausen einfache Strecke         

In den Tiefen des Barranco de Masca  (Masca Schlucht)

eigentlich ein MUSS, aber da man den Rückweg  per Schiff machen , und sich somit den schweißtreibenden Aufstieg ersparen kann,  auch sehr viel begangen! Die nötige Infrastruktur bietet das Touristendorf Masca, am schönsten ist es dort abends nach dem Wiederaufstieg und wenn alle Busse fort sind!

ca 5 – 5,5 Std. Gehzeit ohne Pausen hin und zurück      

Die Finca hinter den Bergen

Höhepunkt unserer diesjährigen Wanderungen. Von der Degollada de Cherfe zur  einsamen verlassenen Finca Guerges, hoch über dem Meer. Grandiose Tiefblicke auf  Masca, und später Los Gigantes. Der Kammweg führt mal über Naturfels, mal durch Steinrinnen, an unwegsamen Stellen ist der Pfad von Menschenhand mit Natursteinen kunstvoll an den Berg gebaut. Unbedingt ausreichend Wasser mitnehmen, da kaum Schatten und keine Einkehrmöglichkeit!

ca 4,45 – 5 Std. Gehzeit ohne Pausen hin und zurück

Im ANAGA Gebirge 

Von Punta del Hidalgo zu den Höhlenhäusern von Cinamada. Von Meereshöhe geht es über schmale Pfade, durch dichten Sukkulentenbewuchs, vorbei an den zwei Gipfeln der „Dos Hermanos“ steil  hinauf zu den Höhlenhäusern von Cinamada. Empfehlenswerte Wanderung, ggf. kann man auch von Cinamada mit dem Bus zurück.

ca 3,5 -4 Std. Gehzeit ohne Pausen hin und zurück                      

Auf steilen Pfaden zwischen Taborno und dem Barranco de Afur

Von Taborno ca. 600 m steil bergab nach Afur und die gleichnamige Schlucht bis zum Meer!  Der Wiederaufstieg aus dem Barranco de Afur heraus und hinauf nach Taborno ist  nicht ganz einfach zu finden und dann eine schweißtreibende Angelegenheit! Insgesamt aber eine lohnende Tour! Wer dann noch nicht genug hat kann mit einem „Schlenker“ von einer guten Stunde noch den „Roque de Taborno“  das   „Matterhorn des Nordens“  umrunden

Rundweg ca 3,5- 4 Std. Gehzeit ohne Pausen  + 1,15 Std. für Roque de Taborno                  

Zur alten Signalstation, Zwei Ausichtspunkte hoch über Igueste de San Andres.

Auf steilen Felsenwegen hinauf ins Teneriffa der Hirten. Der Weg führt kurz vor dem Friedhof  mit charakteristischen Tunnelgräbern  hinauf zu einer Semaforo. (Signalstation) Markierung auf dem Weg beachten, der Abzweig ist unscheinbar und etwas zugewuchert, entwickelt sich aber nach kurzer Stecke zu einem relativ breiten Maultierpfad mit vielen Serpentinen. Die Signalstation kündigte früher den Kaufleuten der Insel die Ankunft von Handelsschiffen an. Der Signalmast hoch über den Klippen ist schon bei der Anfahrt nicht zu übersehen! Der Abstecher zur zweiten noch höher gelegenen Semaforo erfordert Trittsicherheit und Orientierung in steilem Gelände. Unerwartet lädt nach Überschreitung der Kammhöhe eine wunderschöne Bergwiese zu zur Rast ein. Unermüdliche können von hier aus zur Playa de Zapata absteigen, doch Vorsicht, zurück gehts nur auf  gleichem Weg. Wer unbedingt noch Strand braucht, für den bietet sich auf dem Rückweg in San Andres der feinsandige und sehr beliebte Teresitas-Strand an.

 ca  2,5 – 3 Std. Gehzeit ohne Pausen hin und zurück                       

Die große Küstenrunde

Von Almaciga zum Anaga Leuchtturm und über Chamorga zurück. Lange aber lohnende Wanderung hoch über der Nordostküste. Verlassene Dörfer, einsame Aussichtspunkte, und ein Leuchtturm. In Chamorga muß man aufpassen den richtigen Abzweig zu finden, und dann gehts nochmal steil rauf und vor allem runter, bis sich in El Draguillo der Kreis schließt.

Rundweg ca 5,5 Std. Gehzeit ohne Pausen

Rund um El Teide           
Auf den Guajara (2715m)

Vom Parador über den Ucanca-Pass hinauf zum Aussichtsgipfel! Vorbei an den „Piedras Amarillas „genannten Kletterfelsen erreicht man in leichten Serpentinen den Ucanca-Pass . Von dort folgt man den Pfadspuren direkt auf den Guajara zu quert dann nach Nordosten ein Geröllfeld um dann eindeutigen Wegspuren durch felsiges Gelände zu folgen. Man erreicht, auf der schon im Anmarsch  erkennbaren, dem Gipfelaufbau vorgelagerten Terasse die letzte Kehre zum Gipfelplateau. Wenn der Wind es zuläßt genießt man während ener ausgiebigen Rast die Gipfelrundschau. Der Abstieg zum Guajara-Pass erfolgt nach Osten, zunächst über einem kurzen, leichten, felsigen Steilabstieg  um danach  weite Teile in feinem Sand oder Geröll „abzufahren“ .  Von der Passhöhe folgt man dann steil abfallenden Wegspuren nach Norden um schließlich über den „Bambi-Weg „wieder den Ausgangspunkt zu erreichen.

 Rundweg ca 3,5 -4  Std. Gehzeit ohne Pausen                       

Zur schwarzen Mondlandschaft   –   Paisaje Lunar

Der Weg führt rund um den Guajara. Diesmal im Uhrzeigersinn vom Parador aus, (oder, wer mit dem Leihwagen kommt kann direkt an der Schranke unterhalb der Piedras Amarillas parken) zunächst auf dem „Bambi Weg“ Richtung Portillo, und dann auf den Guajara-Pass. Dort lassen wir denAnstieg zum Gipfel rechts liegen und folgen dem Weg  auf die Südseite des Guajara.  Nach guten zwei Stunden und deutlichem Abstieg erreicht man eine im Nebel gespenstisch anmutende Landschaft aus schwarzem Lavagruss mit zum Teil mächtigen Kiefern. Weit zieht sich der Bogen an der Südseite des Guajara hinaus. bis der Weg sich endlich an einer alten Badewanne(!) wendet und wieder bergan zum Ucanca-Pass führt. Hier heißt es wiedermal Orientierungssinn beweisen! Markantester Punkt im schafrkantigen Lavageröll ist jetzt eine alte, gemauerte Wasserleitung, die man nie aus den Augen verlieren sollte. Erst nach einem alten Wasserhäuschen ist der Sattel des Ucanca-Passes klar zu erkennen, und damit  Richtung und Weg zum Ausgangspunkt unzweifelhaft. Lange Tour , auf ausreichend Wasservorat achten!

Rundweg ca 5 Std. Gehzeit ohne Pausen                       

Entlang der Caldera

Vom Parador zum Portillo oder umgekehrt. Über den sogenannten „Bambi-Weg“. Lang aber fast ebene Streckenführung auf  breiter Schotter- und Geröllpiste. Bei intensiver Sonneneinstrahlung ein Brutofen im Angesicht des Teide.

4 Std. Gehzeit ohne Pausen, einfache Strecke, zurück mit Bus                       

Rund um den „Finger Gottes“

Spaziergang von ca, 1,5 Std. um die Roques de Garcia mit eigentümlichen Felsformationen wie den „Finger Gottes“ oder die „Kathedrale“  Am Beginn fürchterlicher Touristenrummel weil anscheinend fast jede Inselrundfahrt hier halt macht!           

Auf dem Los Organos Höhenpfad, über den Orgelpfeifen

Felsformationen die an Orgelpfeifen erinnern geben den Weg seinen Namen. Oberhalb von Aguamansa ist der Start und Ziel an der Caldera. Von dort  über einen Forstweg sieht man bald im Vorblick die „Organos“. Bald geht es an einer Schutzhütte nach rechts steil aufwärts über den Candelaria Pilgerpfad. Auch Pfad der Kreuze genannt. Durch Nebelwald, mit flechtenbehangenen Kiefern und Baumheide geht es bergan. Später ein kleiner Eukalyptuswald (charaktereisich die sich abschälende Rinde) bis wir einen Forstweg queren und noch weitere 15 -20 min. aufsteigen. Dann biegen wir an eienr Pfadgabel nach links ab und folgen dem Pfad zunächst bergab in den engen Abschluss eines Barranco.  Mun wird  der Weg enger und steiniger , ein echter Bergpfad mit ersten Ausblicken auf die Orgelpfeifen und weit hinaus ins Orotava Tal. Gehen Sie früh, und bei gutem Wetter, am Nachmittag stauen sich oft, die im Norden Teneriffas üblichen, Passatwolken in dieser Höhe. Der Wegverlauf ist nun eindeutig, hat alpinen Charakter und erfordert an einigen luftigen  Stellen Trittsicherheit. Etwa eineinhalb Stunden folgt der Pfad in Sepentinen und Windungen dem Bergverlauf bis tief in die Einschnitte der Barrancos und bietet immer wieder Ausblicke über das Orotava Tal bis hinaus auf den Atlantik. An einer kleinen Lichtung mit mächtigen kanarischen Kiefern findet man einen Holzpflock mit der Zahl 11, hier erreichen wir den höchsten Punkt derWanderung und zugleich die Wendemarke. Wer nicht schon an einem der vorhergehenden Aussichtspunkte eine Rast eingelegt hat sollte es jetzt tun, denn von nun an gehts bergab! Bald erreichen wir, nach Abstieg durch hohen Kiefernwald einen breite Forstweg.  Dort läßt sich  über kleine steile Pfade immer wieder mal abkürzen um schließlich den Forstweg nach La Caldera zu erreichen.

Rundweg ca. 4 Std. Gehzeit ohne Pausen                       

Zur schwarzen Mondlandschaft   –   Volcan Negro und Arenas Negras

Noch einmal Mondlandschaften, diesmal auf der Süd-Westseite des Teide, der uns über weite Strecken begleitet. Bezaubernd ist der Kontrast,  junges frisches Grün der Kiefern,  die sich hier ihren Lebensraum erobern, auf dem schwarzem Untergrund  aus Asche und Vulkangruss. Man kann die Tour in Erjos beginnen und folgt dort einem Wirtschaftsweg nach Osten (links der Hauptdurchgangsstraße). Bald ist der Weg nicht mehr zementiert und führt durch Feldmauern in einen weiten Talabschluß mit Feldterassen hinein. Hier ist wiedermal Orientierung gefragt, um den Weg durch die verwilderten Feldterassen aufwärts zu finden. Nächster markanter Punkt, ist eine verlassene Finca mit einem für Teneriffa typischen runden, gepflasterten Dreschplatz. Gleich dahinter erreicht man die Fahrstraße nach San Jose de Los Llanos die man an einer mächtigen Pinie überquert.

Hier wäre auch der alternative Startpunkt, wenn man mit dem Auto der Straße von Erjos nach  San Jose de Los Llanos folgt. Die imposante ist Pinie nicht zu übersehen!

Von hier aus geht es auf breitem Wirtschaftsweg  fast gradeaus, eine zeitlang begleitet von Strommasten und wo diese an einer Weggabelung nach links abbiegen halten wir immer noch gradeaus, lassen eine beschrankte Forstsraße links liegen und folgen nun Serpentinen bergauf,  bis sich kurz vor dem Canal de Vergara die Forststraße dreifach gabelt.. Wir nehmen den unteren linken Weg  und beginnen von hier aus eine Rundwanderung im Uhrzeigersinn.  Auf  breitem Forstweg genießen wir links die Aussicht über die durchwanderte Hochfläche, rechts begleitet uns der Canal de Vergara durch lichten Kiefernwald. Bald öffnet sich die Landschaft, der Boden wird dunkler und schließlich schwarz und vor uns erscheint die tiefschwarze Silhouette des Volkan Negro. Eine beeindruckende Landschaft, die auch demonstriert, wie sich die Natur Ihren Lebensraum erobert. Bei schönem Wetter flimmert die Hitze über dem dunklen Lavagruß und geradezu gespenstisch wirkt das Umfeld, wenn Wolken- oder Nebelschwaden über der „Aschenkiste“  liegen. Die Wendemarke unseres Rundweges erreichen wir an einem Wasserhäuschen des Canals, dem wir bis dahin immer wieder begegnen. Der feinkörnige Lavagruss hat sich inzwischen in grobe scharfkantige Lavabrocken verwandelt  und die Vegatation ist auch wieder dichter geworden. Endlich schließt sich der Kreis, indem wir den Canal wider erreichen und wir folgen dem Anmarschweg in entgegengestzter Richtung zurück bis zur mächtigen Pinie, oder auch noch das letzte Stück nach Erjos, das wir jetzt natürlich ohne Probleme finden. Auch hier wie auf so vielen Wanderungen unterwegs keine Einkehrmöglichkeit, also auf ausreichend Wasservorrat für den Tag achten .

Rundweg 4,5-5 Std. Gehzeit ohne Pausen